Fragen zum Wahl-O-Mat
Der Wahl-O-Mat bietet Ihnen anhand von 30 Thesen einen Einblick in wichtige Fragen zur Landtagswahl 2006 in Rheinland-Pfalz. Vergleichen Sie Ihre eigenen Ansichten mit der Position der einzelnen Parteien und finden Sie heraus: Welche Partei vertritt Ihre Meinung am besten? Am Ende erhalten Sie Ihr persönliches Wahl-O-Mat Ergebnis: Die Angabe der Partei, mit der die größte Übereinstimmung herrscht.
Die Thesen wurden von einem Redaktionsteam aus 11 Jung- bzw. Erstwählerinnen und -wählern auf der Basis der Wahlprogramme der Parteien entwickelt. Sie wurden dabei unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Landeszentrale für politische Bildung/lpb in Mainz, sowie dem Landesjugendring und den Wissenschaftlern Dr. Christian Strünck, Wolf Dittmayer und Dr. Norbert Taubken. Alle Antworten wurden von den beteiligten Parteien autorisiert.
Für die Landtagstagswahl 2006 am 26. März 2006 sind BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, FDP, SPD und WASG im Wahl-O-Mat vertreten.
Die am häufigsten gestellten Fragen zum Wahl-O-Mat werden hier beantwortet. Sollten Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach eine E-Mail:
info@wahl-o-mat.de.
Fragen zum Wahl-O-Mat
Nach welchen Kriterien werden die Parteien für den Wahl-O-Mat ausgesucht?
Aus Gründen der statistischen Unterscheidbarkeit und der Handhabbarkeit des Tools können nicht alle zur Wahl zugelassenen Parteien in den Wahl-O-Mat aufgenommen werden. Wir legen bei der Auswahl der Parteien objektive und systematische Kriterien an. Aufgenommen werden
- 1. Parteien, die bereits im Parlament vertreten sind,
- 2. Parteien, die nach seriösen Prognosen eine realistische Chance haben, Parlamentsmandate zu erhalten (über drei Prozent in der "Sonntagsfrage").
Damit werden sowohl die etablierten Parteien, aber auch neu aufkommende Gruppierungen hinreichend berücksichtigt. Mit diesen Kriterien sind Kleinstparteien und -gruppierungen ausgeschlossen, die sich nur auf wenige Themen oder gar nur auf einen Schwerpunkt konzentrieren. Diese passen auch aus inhaltlichen Gründen nicht in den Wahl-O-Mat, der mit seinen Thesen das gesamte Spektrum gesellschaftlicher und politischer Fragen abdeckt. Denn ein wesentliches Ziel des Wahl-O-Mat ist es, die programmatischen Unterschiede zwischen den Parteien in der Breite zu verdeutlichen.Eine derart abgestufte Behandlung von Parteien ist laut Parteiengesetz möglich und zulässig. Wir kommen dem Informationsbedürfnis über alle zur Wahl zugelassenen Parteien durch ein weiteres Angebot "Wer steht zur Wahl" (
www.werstehtzurwahl.de/rlp) auf
www.bpb.de nach, wo diese dargestellt werden.
Wie ist der Wahl-O-Mat entwickelt worden? Sind die Parteien daran beteiligt gewesen?
Der Wahl-O-Mat ist für die Bundesrepublik Deutschland erstmals zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt worden. Er ist von einer unabhängigen Redaktion, die aus jungen Erwachsenen besteht, in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und mit Unterstützung ihrer Partner und des niederländischen Instituut voor Publiek en Politiek (Institut für Öffentlichkeit und Politik - IPP) entwickelt worden. Der Wahl-O-Mat ging aus dem StemWijzer hervor. Das ist ein vom IPP entwickelter Test, mit dem Sie feststellen können, wie Sie persönlich zu den Zielen und Positionen von Parteien stehen. Dieser Test ist in den Niederlanden seit Langem sehr populär: Über 2 Millionen Niederländerinnen und Niederländer haben bei den letzten Nationalwahlen in 2002 und 2003 den Test gemacht! Auch bei der Bundestagswahl 2002 haben 3,6 Millionen Userinnen und User den Wahl-O-Mat getestet. Darüber hinaus kam der Wahl-O-Mat mittlerweile bei verschiedenen Landtagswahlen und bei der Europawahl 2004 zum Einsatz und zuletzt bei der Bundestagswahl 2005 mit 5,1 Millionen Nutzungen.
Die Redaktion des Wahl-O-Mat für die Landtagswahl 2006 in Rheinland-Pfalz hat den Parteien BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, FDP, SPD und WASG, die im Landtag vertreten sind bzw. nach Prognosen eine realistische Chance haben, in den rheinland-pfälzischen Landtag einzuziehen, eine Liste mit 60 Thesen geschickt. Sie wurden gebeten, die Thesen entsprechend der Parteihaltung mit "stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral" zu beantworten. Aus den ausgefüllten Listen wurden diejenigen Thesen rechnerisch ermittelt, die keine ausreichende Unterscheidung der Parteien möglich machten, und entfernt. Die Redaktion hat aus den verbleibenden Thesen eine endgültige Auswahl getroffen, die in den Wahl-O-Mat eingebunden wurden. Die Parteien waren an der Endauswahl der Thesen nicht beteiligt.
Wieso kommen manche wichtige Themen im Wahl-O-Mat nicht zur Sprache?
Das ist eine schwierige Frage. Wer entscheidet, welche Themen wichtig sind und welche nicht? Die Regierung, die Parteien, die Medien und die Bürgerinnen und Bürger haben dazu sehr unterschiedliche Meinungen. Bei der Auswahl der Thesen für unseren Wahl-O-Mat bezogen wir uns vor allem auf jene Themen, zu denen die Parteien unterschiedliche Meinungen haben und auf jene, die besonders auch für junge Leute von Interesse sind. Leider sind während des Entstehungsprozesses auch "gute" Fragen aus dem Wahl-O-Mat gefallen. Dies kam vor, weil Fragen von einzelnen Parteien gar nicht oder nicht eindeutig mit stimme zu/stimme nicht zu/neutral beantwortet wurden oder weil die Parteipositionen in dieser Frage keine Unterscheidung zwischen den Parteien ermöglichten. Wir haben Interesse an Ihrer Meinung. Schicken Sie uns Ihre Überlegungen zu, am besten unter:
info@wahl-o-mat.de
Was kann ich antworten, wenn ich einer Aussage nur unter bestimmten Bedingungen zustimme?
In solchen Fällen antworten Sie mit "neutral".
Was mache ich, wenn ich zu einem Thema nichts angeben möchte?
Dann enthalten Sie sich Ihrer Stimme und klicken auf "These überspringen". Diese Aussage wird dann beim Ergebnis nicht berücksichtigt. Letzteres sollten Sie aber nicht zu oft machen, denn wenn zu oft "überspringen" geklickt wird, kann natürlich auch kein zuverlässiges Ergebnis gegeben werden. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, jederzeit wieder zu einer Frage zurückzukehren, um sie doch noch zu beantworten.
Wie ist es möglich, dass ich als Ergebnis das Logo der Partei erhalte, die ich überhaupt nicht erwartet habe?
Ja, das wissen wir natürlich auch nicht. Bitte erwarten Sie von uns kein Urteil darüber, was eine "gute" oder eine "schlechte" Partei ist. Es ist jedoch bekannt, dass der Wahl-O-Mat manchmal überraschende Ergebnisse aufweist. Das von Ihnen ermittelte Wahl-O-Mat Ergebnis ist eben ein Durchschnittsergebnis aus vielen Themengebieten. Es kann also sein, dass Sie bei einem Themengebiet die Meinung der Partei, der Sie bisher am nahesten standen, treffen, aber im Wahl-O-Mat Gesamtergebnis noch besser mit einer anderen Partei übereinstimmen. Berücksichtigt werden muss außerdem, dass sich das Ergebnis des Wahl-O-Mat eben nur auf die bereit gestellte Thesenauswahl bezieht. Sicher gibt es auch sonstige gute Gründe, sich der einen oder anderen Partei nahe zu fühlen. Wir finden, dass dies eine gute Gelegenheit ist, sich mit den eigenen politischen Positionen und denen der Parteien auseinander zu setzen.
Ich möchte mehr sehen als nur das Endergebnis.
Wie kann ich die Einstellungen der verschiedenen Parteien auf einzelne Thesen erfahren und vergleichen?
Nach Beantwortung aller Fragen sehen Sie, bei welchen Thesen Sie mit dem Standpunkt der Partei übereinstimmen bzw. nicht übereinstimmen.
Welche Antwort die verschiedenen anderen Parteien auf die einzelnen Thesen gegeben haben, sehen Sie ebenfalls auf dem Bildschirm mit dem persönlichen Wahl-O-Mat Ergebnis. Wenn Sie dort das Logo einer Partei anklicken, können Sie auf der dann folgenden Seite Ihre eigenen Stellungnahmen zu jeder These mit denen der dieser Partei im Detail vergleichen. Die Parteien haben bei vielen Thesen kurze Begründungen für ihre Positionierung ergänzt, die Sie lesen können, wenn Sie mit der Maus auf eine einzelne These klicken.
Wenn Sie mehr über die Entstehung des Wahl-O-Mat oder über die Möglichkeiten, ihn in pädagogischen Zusammenhängen einzusetzen, wissen möchten, finden Sie weitere Informationen auf der Startseite
www.wahl-o-mat.de.